Diedrich
Diederichsen (taz), Berlin
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Michelangelo Antonioni wurde nicht müde, sein
Publikum herauszufordern. Mit "Blow Up" hatte er
einen Schlüsselmoment des Kinos geschaffen. Er
starb am 30. Juli 2007 im Alter von 94 Jahren in
Rom.
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31.07.2007 / KÜNSTLER
Kunst und Wahnsinn
Die verrückten Maler in der psychiatrischen
Klinik waren alle besser und in ihrem Ausdruck
authentischer als die etablierten akademischen
Künstler in dieser Stadt". Diese Aussage traf
ein bekannter Sammler gegenüber Willi Kemper. Im
Spannungsfeld von Kunst und Wahnsinn sowie Kunst
und Genesung liegt sein Beitrag, in welchem er
andere Künstler auffordert, sich endlich aus
ihrer Erstarrung zu lösen.
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28.07.2007 / KÜNSTLER
Gelebte Kunst 1:
René Böll
René Böll vergleicht schlechte
Kunst mit einem lauten Konzert unmusikalischer
Laien. Einen echten Künstler mache eine gute
Mischung aus Besessenheit, handwerklichen
Grundlagen sowie gesundes Maß an Anonymität aus.
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28.07.2007 /
KÜNSTLER
Gelebte Kunst 2:
Jochen Gerz
Was man nicht sieht, muss man
denken, so das Prinzip des Konzeptkünstlers
Jochen Gerz. Das Nicht-Sichtbarsein, die
Installation des Denkens zeichnet seine Werke
aus, wie auch bei seiner Installation „Fontäne
der Armen“. Hier konnten Passanten mit
Obdachlosen - im Rahmen der Kunstausstellung
ganz anderer Art - ins Gespräch treten.
02.05.2007 /
POLITIKER
Gerhard Baum:
"Mitgliedschaft in einer Partei ist immer ein
Kompromiss"
Ein Interview
von Hans Hübner, Köln
- Gerhart Baum, freier Demokrat
und ehemaliger Innenminister der sozialliberalen
Koalition unter Helmuth Schmidt,
gilt als einer der glaubwürdigsten Politiker der
Bundesrepblik. Er verlor nach dem Bruch der
Koalition zwischen der SPD und der FDP sein
Regierungsamt, stand der neuen Koalition seiner
Partei mit der CDU kritisch gegenüber, trat
aber trotzdem nicht aus der FDP aus.